I. Tägliche Wartung: Häufige Kontrollen zum frühzeitigen Erkennen von Problemen
Kurze 5-10-minütige Inspektionen vor und nach jeder Benutzung sind wichtig, um zu verhindern, dass kleinere Probleme eskalieren. Achten Sie besonders auf die folgenden Punkte:
- Rolleneinheit (höchster Verschleißbereich)
- Reinigen und Entfernen von Schlacke: Entfernen Sie nach jedem Einsatz Schweißspritzer und Verunreinigungen von den Rollenoberflächen mit einer Drahtbürste oder Druckluft. Eingebettete, abgekühlte Spritzer können die Rollen einkerben und ungleichmäßige Belastungen verursachen, die den Verschleiß beschleunigen oder zu Rissen führen, insbesondere bei Gummi-/Polyurethanrollen. Prüfen Sie bei Metallrollen auf Dellen oder Verformungen und entfernen Sie eventuelle Grate.
- Schmierung der Lager: Prüfen Sie den Schmierzustand der Wälzlager wöchentlich (oder alle 20 Betriebsstunden). Öffnen Sie den Lagerdeckel; wenn das Fett trocken, schwarz oder verunreinigt ist, reinigen Sie das Lager gründlich und füllen Sie es mit Hochtemperaturfett auf Lithiumbasis neu ein (das der Schweißhitze besser standhält als Standardfette). Erhöhen Sie die Häufigkeit auf alle 3-5 Tage in feuchten oder staubigen Umgebungen.
- Überprüfung der Freigabe: Bewegen Sie die Rolle von Hand. Wenn Sie ein erhebliches Radial- oder Axialspiel spüren (mehr als 0,5 mm), ziehen Sie die Schrauben des Lagergehäuses an oder tauschen Sie das Lager aus. Übermäßiges Spiel verursacht eine exzentrische Drehung, die zu einer Fehlausrichtung des Werkstücks und einer erhöhten Belastung des Antriebssystems führt.
- Antriebssystem (Kraftübertragungskern)
- Motor überprüfen: Fühlen Sie vor der täglichen Inbetriebnahme das Motorgehäuse (bei Umgebungstemperatur). Wenn er ungewöhnlich warm ist (>40°C) oder ungewöhnliche Geräusche von sich gibt (z. B. eine brummende Vibration), prüfen Sie die Stromversorgung auf Spannungsprobleme und kontrollieren Sie die Lager. Überprüfen Sie monatlich die elektrischen Anschlüsse und ziehen Sie sie fest, um schlechten Kontakt zu vermeiden, der zu einem Motorausfall führen kann.
- Wartung des Untersetzungsgetriebes: Prüfen Sie den Ölstand des Getriebes monatlich über das Schauglas und füllen Sie bei Bedarf Industriegetriebeöl (z. B. L-CKC 220) nach. Wechseln Sie das Öl alle 6 Monate oder 500 Betriebsstunden komplett. Vor dem Nachfüllen das Getriebe mit Kerosin spülen, um Metallpartikel und Schlamm zu entfernen, die den Verschleiß des Getriebes beschleunigen.
- Schmierung von Kette und Getriebe: Schmieren Sie Kettenantriebe wöchentlich mit speziellem Kettenöl, insbesondere die Bolzen und Rollen. Achten Sie auf die richtige Spannung (ein Durchhang von etwa 20 mm ist typisch). Prüfen Sie bei Zahnradantrieben die Eingriffsflächen monatlich auf ausreichende Schmierung und Anzeichen von Verschleiß wie Riefen oder Grübchen.
- Kontrollsystem (Verhinderung unerwarteter Ausfälle)
- Schutz vor Staub und Feuchtigkeit: Wischen Sie den Schaltschrank und die Lüftungsöffnungen täglich mit einem trockenen Tuch ab, um Staubablagerungen zu vermeiden, die die Kühlung behindern. Verwenden Sie in feuchten Umgebungen den Luftentfeuchter oder das Trockenmittel im Schaltschrank, um feuchtigkeitsbedingte Kurzschlüsse zu vermeiden.
- Sensor-Kalibrierung: Kalibrieren Sie die Sensoren (z. B. für Zentrierung oder Überlastungsschutz) wöchentlich. Testen Sie mit einem korrekt positionierten Werkstück; justieren oder ersetzen Sie Sensoren, die verzögerte oder falsche Signale anzeigen, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
II. Betriebliche Standards: Minimierung der vom Menschen verursachten Schäden
Ein ordnungsgemäßer Betrieb ist der Schlüssel zur Vermeidung eines vorzeitigen Ausfalls von Komponenten.
- Handhabung des Werkstücks: Zentrieren und sanft absenken
- Positionieren Sie das Werkstück immer auf der Mittellinie (Abweichung ≤50mm), um eine Überlastung einer Seite des Rahmens und der Rollen zu vermeiden.
- Senken Sie die Werkstücke langsam ab, um Stöße zu vermeiden, die Zahnräder und Rollen beschädigen und Rahmenschrauben lockern können.
- Sanfter Start/Stopp und Drehzahlregelung
- Beginnen Sie mit einer niedrigen Drehzahl (1-2 Hz), prüfen Sie, ob die Drehung stabil ist, und beschleunigen Sie dann allmählich. Vermeiden Sie ruckartige Starts bei voller Drehzahl.
- Verlangsamen Sie vor dem Anhalten auf eine niedrige Geschwindigkeit, um ein Abrutschen des Werkstücks und den daraus resultierenden Rollenverschleiß zu vermeiden.
- Belastungsgrenzen einhalten
- Überschreiten Sie niemals die Nennbelastbarkeit. Bei Überlastung besteht die Gefahr, dass der Motor ausfällt, das Getriebe schneller verschleißt und der Rahmen dauerhaft verformt wird.
- Berechnen Sie bei nicht zylindrischen Werkstücken den äquivalenten Durchmesser, um eine angemessene Geschwindigkeit zu gewährleisten und ungleichmäßigen Rollenverschleiß zu vermeiden.
- Schutz für spezielle Werkstücke
- Verwenden Sie beim Umgang mit vorgewärmten Werkstücken (>300°C) Hochtemperatur-Isolierpads auf den Rollen, um Gummi-/Polyurethanräder vor Hitzeschäden zu schützen.
- Tragen Sie Korrosionsschutzspray auf die Rollen auf, wenn Sie Materialien wie Edelstahl oder Aluminium schweißen, und entfernen Sie korrosive Flussmittel umgehend.
III. Regelmäßige Wartung: Planmäßige, gründliche Wartung
Beheben Sie versteckte Abnutzungs- und Alterungserscheinungen durch regelmäßige, gründliche Wartung.
| Zyklus | Komponenten | Zentrale Aufgaben |
|---|---|---|
| Monatlich | Rahmenstruktur | 1. Prüfen und ziehen Sie alle Rahmenschrauben an, insbesondere an den Rollensitzen und Motorlagern. 2. Schweißnähte auf Risse prüfen; festgestellte Risse abschleifen und mit verträglichen Materialien neu schweißen. |
| Vierteljährlich | Rollenmontage | 1. Probenrollen demontieren; Lager auf Lochfraß prüfen (ersetzen, wenn >10% betroffen). 2. Raddurchmesser/Verschleiß messen (Gummiräder ersetzen, wenn der Verschleiß >5 mm ist; Metallräder bearbeiten, wenn sie unrund sind). |
| Halbjährlich | Antriebssystem | 1. Untersetzungsgetriebe auf Verschleiß prüfen (bei einer Zahndickenabnutzung von >15% austauschen). 2. Bei bürstenbehafteten Motoren verschlissene Bürsten prüfen/ersetzen (>3mm Verschleiß); internen Staub entfernen. 3. Öle des Antriebssystems austauschen und Behälter reinigen. |
| Jährlich | Kontrollsystem | 1. Überprüfen Sie die Stabilität des Wechselrichterausgangs (±5%); kalibrieren Sie die Module neu oder tauschen Sie sie bei Bedarf aus. 2. Ersetzen Sie Relais und Schütze (Lebensdauer ~1-2 Jahre), um Kontaktausfälle zu vermeiden. 3. Prüfen Sie die Verkabelung auf beschädigte Isolierung und tauschen Sie sie ggf. aus. |
IV. Umweltkontrolle: Abschwächung externer Alterungsfaktoren
- Kontrolle der Luftfeuchtigkeit: Halten Sie die Luftfeuchtigkeit in der Werkstatt unter 50%, gegebenenfalls mit Hilfe von Luftentfeuchtern. Tragen Sie bei längerer Lagerung Rostschutzöl auf freiliegende Metallteile auf und decken Sie das Gerät ab.
- Reduzieren Sie Staub: Verwenden Sie Schutzvorhänge um den Arbeitsbereich und reinigen Sie die Lüftungsöffnungen des Schaltschranks und die Kühlrippen des Motors regelmäßig mit Niederdruck-Druckluft.
- Temperatur verwalten: Sorgen Sie für eine zusätzliche Kühlung (z.B. Ventilatoren) des Motors und des Schaltschranks, wenn die Umgebungstemperatur 40°C übersteigt. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf das Gerät.
Zusammenfassung: Grundprinzipien
Die Strategie zur Maximierung der Lebenserwartung hängt ab von "Vorbeugung zuerst, korrekter Betrieb und planmäßige Wartung". Vermeiden Sie zwei häufige Fehler:
- Laufen Sie nicht ins Scheitern": Die rasche Behebung kleinerer Probleme verhindert kostspielige Fehlfunktionen mit Kettenreaktionen.
- Vermeiden Sie "Über-Wartung": Eine übermäßige Demontage kann Dichtungen und Passungen beschädigen und den Verschleiß ungewollt erhöhen. Befolgen Sie die empfohlenen Zeitpläne.

